Jericho 

Jericho hat Geschichte.

Die Band wurde 1975 in Schweinfurt gegründet. Damit hat sie die Geschichte der Popmusik in der Kirche mitgeschrieben. Die Kirchentage waren Meilensteine: Von 1983 bis 2003 war Jericho ununterbrochen dabei – am Anfang „unter ferner liefen“, schon bald auf den größten Bühnen, bei den zentralen Veranstaltungen und vor vielen Tausend Besuchern spielend. 

In der eigenen (bayerischen) Landeskirche hat Jericho über 1000 Veranstaltungen begleitet oder Konzerte gestaltet. Kaum ein Dekanat, in dem wir nicht gastierten. Kaum ein großes Ereignis mit Tradition, bei dem wir nicht dabei waren – in Dorfkirchen und Zirkuszelten, auf Open-air-Bühnen und in Kathedralen. Über zehn Alben haben wir veröffentlicht. Und wenn auch die Besetzungen immer mal an einigen Stellen wechselten: Auch da bietet die Geschichte erstaunlich viel Kontinuität. Die Band hat ein Gesicht und man erkennt sie wieder.

Jericho ist in Bewegung.

Auf alten Lorbeeren sollte man sich 
nicht ausruhen. Und wenn sich Jericho nicht immer entwickelt hätte, gäbe es die Gruppe sicher nicht mehr. Am Anfang stand der „missionarische“ Auftrag, die „neue“ Popmusik in die Kirche zu bringen – das geschah für heutige Vorstellungen enorm zurückhaltend und recht brav. „Neue geistliche Lieder“ hießen die Songs und „Danke“ oder „Komm Herr segne uns“ waren ihre Evergreens. Jericho gestaltete und begleitete Gottes-dienste. Nahezu jedes Wochenende mindestens einen: In der eigenen Gemeinde, dann im Dekanat, schließlich in ganz Bayern und darüber hinaus.

1982 kam die erste Platte und mit der zweiten 1986 deutete sich an: In Jericho steckt auch eigenes „Songwriter“-Potential. „Ein Stück vom neuen Himmel“, der „Irische Reisesegen“ oder „Gott ist Leben“ fehlen bis heute in kaum einem Konzert. 

Die Band brachte sich bei, wie man eine Dramaturgie entwickelt, sie hatte allmählich die Songs, die einen Abend füllten und spürte nach einem Vierteljahrhundert, dass die Zeit der Jugendgottesdienste vorbei und das neue, das eigene „Format“ eigener Konzertabende dran war. 

So kam es um die Jahrtausendwende zu dem ambitionierten Projekt einer gemeinsamen Israel-Reise. Die musikalischen Impressionen von dort wurden in viele wunderbare Lieder („Wo meine Seele Heimat hat“, „Wenn Zeiten sich wenden“ oder „Jedes Körnchen Sand“) und eine zweijährige Live-Tournee (immer und jetzt) umgesetzt. 

Nach dem Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 dann der nächste Entwicklungsschritt: Jericho beendete eine musikalische Phase, zu deren Gelingen viele Gastmusiker und Gastsängerinnen beigetragen hatten. 

Nun wollte die Band aber wieder eine unverwechselbare Identität. Seitdem stehen drei Sängerinnen und sechs Musiker für Jericho – von denen je zwei und vier einen Abend gestalten. Die noch vorhandenen kleinen „Wechselmöglichkeiten“ geben der Band (und dem Veranstalter) die größtmögliche Sicherheit, dass keine individuelle Unpässlichkeit ein Konzert „platzen“ lässt. Der Verzicht auf Gastmusiker bedeutete auch: Jericho muss sich rarer machen. Seitdem konzertieren wir in jedem Monat einmal. Klar, dass diese im Vergleich zu den ersten Jahrzehnten relativ wenigen Termine oft schon eineinhalb Jahre vorher vergeben sind.

„… soll ein Engel zu dir kommen!“ – die bis dato erfolgreichste Konzertreihe begann 2006. Seit 2009 steht nun alles „Unter einem guten Stern“, wie auch die gleichnamige CD heißt.

Jericho ist ziemlich einmalig. 

Deshalb ist es gar nicht so einfach, einen Konzertabend zu beschreiben. Zu sehen ist ein bis ins Detail geschmackvoller „Bühnen“-Aufbau: Lange samtene Stoffbahnen im Hintergrund, geschmackvolle Illuminationen, die auch den örtlichen Kirchenraum einbeziehen, bunte Scheinwerfer und eine professionelle Technik, die dezent aufgebaut und teilweise mit schwarzen Tüchern verkleidet wird. Schon der ankommende Gast wird mit dezenter Hintergrundmusik empfangen – angepasst dem Kirchenjahr und der Atmosphäre des Abends. 
Die Musik ist Pop. Eher im mainstream, nicht wenige Balladen, ein bisschen Folk, Jazz, mal ein altes Kirchenlied im Rockgewand, ein Gospel. Die Musik von Hand gemacht: Keine Streicher vom Synthesizer, sondern tragende Klavier- und Orgelsounds, akustische Gitarren, die filigran begleiten, und E-Gitarren mit schönen Soli, Schlagzeug und E-Bass, mal dezent, mal treibend, und viele kleine Originalsounds: Die Querflöte, viele Jahre ein Markenzeichen der Band, eine irische tin-whistle und ein rainmaker, die den Reisesegen von der grünen Insel begleiten oder eine Bambusflöte original aus einem Jerusalemer Bazar.
 
Die Texte der meisten eigenen Titel sind in deutscher Sprache. Und die meisten Songs eines Konzertabends sind aus eigener Feder. Der Theologe Frank Seifert schreibt über existentielle Erfahrungen, die jeder teilen kann, und stellt sie in Beziehung zum Glauben und zu Gott. Die Texte sind weder frömmlerisch noch plakativ, sind nicht aus der altertümelnden Sprache Kanaans und übersteigen doch den Alltagsjargon.  Sie lassen Raum für eigene Gedanken und sind doch nicht beliebig. Manche sagen, sie sind ziemlich einmalig.

Und diese Lieder werden durch herausragende Stimmen interpretiert: Mit ansteckender Leidenschaft und optimistischer Power von Eva Schürmann, der Vokalistin, die am längsten bei Jericho ist: „Go Down Moses!“. Bis in den letzten Ton sensibel, bluesig und mit großer Seele von Sabine Ehrensperger: „Wunder“. 
 

Mit Klarheit, Frische, Kraft und Gänsehautfeeling von Ella List: „Weißt du wie viel Sternlein stehen“. Und Frank Seifert ergänzt mit seinen kleinen fränkischen Perlen: „Jetzt verkriecht sich es Labn“.

Jericho hat Ausstrahlung.

Nicht, dass Profis keine Ausstrahlung hätten! Aber den Jericho-Musikern (und Sängerinnen) merkt man an, dass sie das alles seit vielen Jahren für „Gottes Lohn“ tun oder, anders gesagt: Soli deo gloria. Sie haben Spaß und Können, aber da spielt oder drängt sich keiner in den Vordergrund und andere beiseite. 

Vielleicht kann man sagen, dass jeder seine eigene Spiritualität in die Songs und sein Musizieren legt: Der Keyboarder und Komponist Roland Weger, der Seiferts Texte in kostbare Lieder verwandelt. Die beiden Gitarristen Volker Büchs und Hansi Neupert und die beiden Schlagzeuger Johannes Neugebauer und Peter Lindacher. Dass bei Jericho Menschen aus ganz verschiedenen Berufen zusammenkommen verhindert sicher auch eine Engführung oder eine Milieugebundenheit, die andere ausschließt. Zwei Pfarrer und eine Pfarrerin sind dabei, zwei Juristen, ein Wirtschaftsingenieur, ein Lehrer und zwei Sängerinnen studieren Medizin oder arbeiten im Gesundheitswesen.

Jericho ist erschwinglich.

Schon immer war Jericho vom „Preis-Leistungsverhältnis“ kaum schlagbar. Das hat uns manchmal sogar geschadet: „Was nicht viel kostet, kann nicht gut sein“. Wir sehen das anders und bieten ein Konzert zu Konditionen an, die deutlich machen, dass es sich hier nicht um Profis handelt, die Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Unsere Pauschale beinhaltet in aller Regel die Fahrtkosten und Werbematerial in beliebiger Menge. Diese Pauschale wird ergänzt durch die Bitte um ein Catering und einen Zuschuss zu evtl. entstehenden Übernachtungskosten (was meist nicht der Fall ist). „Teurer“ als 500 € ist ein Jericho-Konzert in Bayern nie. 
 
 
 

 


 
Kontakt